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Mein Wohnmobil

Wetter, Sturm und Hitze

Was du mit dem Wohnmobil bei Gewitter, Sturm, Hagel und Hitze tust, wie du die Markise schützt und wo du Unwetterwarnungen bekommst.

Wo bekomme ich Unwetterwarnungen?

Beim nationalen Wetterdienst, am bequemsten per App mit Push-Meldungen für deine gespeicherten Orte. Für das übrige Europa bündelt MeteoAlarm die offiziellen Warnungen.

Je nach Land

  • Schweiz: Die MeteoSwiss-App warnt standardmässig ab Stufe 3; pro Ort und Gefahr (Gewitter, Wind, Regen, Schnee, Hitze) kannst du schon Stufe 2 einstellen. Die Skala hat fünf Stufen: 1 (keine oder geringe Gefahr), 2 gelb (mässig), 3 orange (erheblich), 4 rot (gross), 5 dunkelrot (sehr gross). Vor heftigen Gewittern warnt MeteoSchweiz zusätzlich kurzfristig für einzelne Zellen, die innerhalb der nächsten 60 Minuten erwartet werden.
  • Deutschland: In der WarnWetter-App des DWD stellst du pro Ortsfavorit ein, ab welcher Warnstufe eine Push-Meldung kommt. Für den aktuellen Standort (GPS) schickt die App nur Unwetterwarnungen.
  • Österreich: GeoSphere Austria warnt in drei Stufen (gelb, orange, rot) für den Dauersiedlungsraum; die hochalpinen Regionen deckt die Warnung nicht ab.
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Speichere den aktuellen Übernachtungsort jeweils als Favorit und schalte für Wind und Gewitter schon die tieferen Warnstufen ein, das lohnt sich für ein Wohnmobil.

MeteoAlarm, betrieben vom Netzwerk der europäischen Wetterdienste EUMETNET, zeigt die Warnungen von 38 Ländern auf einer Karte. Für Details gilt die App des jeweiligen nationalen Wetterdienstes.

Was mache ich bei Gewitter im Wohnmobil?

Geh in die Fahrerkabine, dort bist du vor Blitzen sicher; im Wohnaufbau nur, wenn er ein Metallgerippe hat. Zieh vorher die Markise ein und trenn den Landstrom.

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Ein Aufbau nur aus Kunststoff schützt laut TCS nicht, im Zweifel weiss der Hersteller Bescheid. Alternativ gehst du in ein festes Gebäude auf dem Campingplatz. Zelte bieten keinen Schutz.

Vor dem Gewitter:

  • Markise einziehen, Stühle, Tisch und Grill verstauen (MeteoSchweiz rät ausdrücklich, Gegenstände im Freien zu sichern und Storen einzuziehen).
  • Landstrom trennen, damit Geräte keine Überspannung abbekommen.
  • Nicht duschen und nicht abwaschen, solange es blitzt.

Gewitter bilden sich schnell und lassen sich laut MeteoSchweiz nur über kurze Zeit genau vorhersagen. Rechne bei gewittrigem Wetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen und behalte die App im Blick.

Wo stelle ich das Wohnmobil bei Sturm und Unwetter hin?

Nicht unter Bäume, nicht in Senken oder direkt an Gewässer und nicht an exponierte Orte. Wähl den Platz am besten schon beim Ankommen mit Blick aufs Wetter.

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  • Bäume: Äste brechen bei Sturmböen, Bäume ziehen Blitze an. Auch Masten meiden.
  • Senken, Bäche, Flüsse: Dort sammelt sich Wasser, und Gewässer können bei Starkregen schnell steigen (TCS).
  • Exponierte Orte: Bergkämme, Masten, Türme und offene Flächen sind bei Gewitter gefährlich (MeteoSchweiz).

Bei einer Warnung vor Hochwasser folgst du den Anweisungen der Behörden und fährst nie durch überflutete Strassen. Unterwegs gilt bei Sturm laut ADAC: Tempo runter, besonders auf Brücken und an Waldschneisen, und ab Windstärke 10 nicht mehr fahren. Mehr unter Fahren.

Ab wie viel Wind muss die Markise rein?

Sobald Wind aufkommt, und immer, wenn du das Fahrzeug verlässt oder schlafen gehst. Bis zu welcher Windstärke sie draussen bleiben darf, steht in ihrer Anleitung.

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Der TCS rät, Markise und Vorzelt gut zu fixieren, Sturmbänder oder Spannleinen dabeizuhaben und die Markise bei Wind und Unwetter ganz einzuziehen.

Zur Einordnung: MeteoSchweiz warnt im Flachland unter 1000 m ab Böen von 70 km/h (Stufe 2), Gewitter der Stufe 3 bringen Sturmböen von 90 bis 120 km/h. Eine Markise wirkt dann wie ein Segel und kann Arm, Wand und Dach beschädigen. Mehr unter Markise.

Wie schütze ich mein Wohnmobil vor Hagel?

Nimm Hagelwarnungen ernst und stell das Fahrzeug rechtzeitig unter ein Dach. Dauerhaft hilft eine Hagelschutzbeschichtung oder ein Hagelschutzdach.

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MeteoSchweiz warnt bei Gewittern ab Hagelkörnern von 2 bis 4 cm (Stufe 3) und über 4 cm (Stufe 4). Das kann Dachluken, Solarpanels, Kunststofffenster und das Aluminiumdach verbeulen oder durchschlagen.

  • Unterstand: Tankstellendach (Höhe beachten), offene Halle, Parkplatz unter einem Dach.
  • Hagelschutzbeschichtung oder Hagelschutzdach erwähnt der TCS.
  • Dachluken schliessen, Solarpanel und Sat-Schüssel nach dem Hagel prüfen, Dichtheit bei der nächsten Kontrolle nachsehen lassen (siehe Wartung und Dichtheit).

Hagelschäden deckt in der Regel die Teilkasko.

Wie halte ich das Wohnmobil bei Hitze kühl?

Such Schatten, deck die Fenster ab und lüfte nur früh morgens und abends. Tagsüber bleiben Fenster zu.

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Tipps des TCS, ohne Klimaanlage:

  • Schatten: Markise oder Sonnensegel als zusätzlichen Schatten nutzen.
  • Fenster abdecken: Thermomatten fürs Fahrerhaus, Abdeckungen für Dachluken, helle Rollos.
  • Tagsüber zu, nachts auf: Fenster am Tag schliessen, früh morgens und abends querlüften. Das rät auch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG).
  • Kühlen: feuchtes Tuch vor das offene Fenster, Eiswasser vor den Ventilator, Bettwäsche vorher in den Kühlschrank.

Für dich selbst rät das BAG: mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken, in der grössten Hitze (11 bis 17 Uhr) keine Anstrengung, Schatten suchen. Plane genug Frischwasser ein, auf dem Stellplatz wird es schnell knapp.

Darf ich Kinder oder den Hund bei Hitze im Wohnmobil lassen?

Nein, nicht unbeaufsichtigt. Auch ein Wohnmobil heizt sich in der Sonne stark auf, und eine laufende Klimaanlage ist keine Garantie.

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Das BAG warnt ausdrücklich davor, Kinder und Haustiere in parkierten Fahrzeugen zurückzulassen. Wenn du kurz weg musst:

  • Nur im Schatten parkieren und nur für wenige Minuten, bei Hitze besser gar nicht.
  • Fällt der Landstrom oder die Batterie aus, wird es trotz Klimaanlage schnell heiss.
  • Tiere brauchen laut BAG jederzeit frisches Wasser und Schatten.

Stand 30.09.2026. Ohne Gewähr, Regeln können sich ändern.

Quellen