Was ist eine Dichtigkeitsprüfung beim Wohnmobil?
Eine Fachwerkstatt kontrolliert, ob Feuchtigkeit in den Aufbau eindringt – optisch und mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Das dauert meist höchstens einen Tag und kostet rund 60 bis 200 Euro.
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Laut PiNCAMP (ADAC) gehört dazu:
- Optische Prüfung von Dichtungen, Dachhauben und Fenstern.
- Technische Prüfung mit einem Feuchtigkeitsmessgerät an Decke, Wänden und Boden.
Hymer nennt als besonders wichtige Stellen die Verbindungen und Anbauteile: Dachlüfter, Aufstellfenster, Einspeisedosen, Bohrungen sowie Übergänge an Boden, Radkästen, Wänden und Dach. Unbemerkt eindringende Feuchtigkeit kann laut Hymer schnell zu nassen Wänden oder Schimmel führen – im schlimmsten Fall mit aufwendigen Reparaturen.
Die Kosten hängen laut PiNCAMP von Fahrzeug, Hersteller und Werkstatt ab.
Muss ich die Dichtigkeitsprüfung für die Garantie machen?
Ja, wenn du die Dichtheitsgarantie des Herstellers behalten willst: Bedingung ist eine jährliche Prüfung bei einem autorisierten Händler, auf deine Kosten.
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Die meisten Hersteller geben auf den Aufbau laut PiNCAMP fünf bis sechs Jahre Dichtheitsgarantie, einige bis zehn Jahre; bei Hymer sind es sechs Jahre oder 100 000 km.
- Die Toleranz für den Termin regelt jeder Hersteller selbst. PiNCAMP nennt rund acht Wochen, Hymer eine Karenzzeit von ± sechs Monaten.
- Verpasst du die Frist, erlischt der Garantieanspruch.
- Die Garantie deckt nur Feuchtigkeit, die von aussen eindringt – nicht etwa Lecks an Wassertank oder Leitungen.
Lies die Garantiebedingungen im Serviceheft genau und lass jede Prüfung eintragen. Die Dichtheitsgarantie ist unabhängig von der gesetzlichen Gewährleistung und von der Garantie auf das Basisfahrzeug.
Service beim Händler oder freie Werkstatt?
Kommt auf den Teil an: Das Basisfahrzeug wartest du nach Plan des Fahrzeugherstellers, den Aufbau für die Dichtheitsgarantie meist beim autorisierten Händler. Nach Ablauf der Garantie geht auch eine freie Werkstatt.
Je nach Land
- Schweiz: Gasprüfung laut TCS alle drei Jahre obligatorisch.
- Deutschland: Gasprüfung seit dem 19. Juni 2025 Pflicht, alle 24 Monate (§ 60 StVZO, laut ADAC).
- Österreich: Gasprüfung laut ÖCC keine gesetzliche Pflicht, empfohlen alle zwei Jahre.
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- Basisfahrzeug (z. B. Fiat Ducato, Mercedes Sprinter): meist in einer Nutzfahrzeug-Werkstatt der Marke. Ob eine freie Werkstatt die Garantie des Basisfahrzeugs beeinflusst, regeln die Garantiebedingungen – frag vorher nach.
- Aufbau: Dichtigkeitsprüfung, Heizung, Wassersystem, Elektrik. Für die Dichtheitsgarantie brauchst du meist einen vom Aufbauhersteller autorisierten Händler.
Dazu kommen die periodische Fahrzeugprüfung (MFK, HU, Pickerl) und die Gasprüfung (siehe Gas).
Ohne Garantie kannst du die Dichtigkeit auch bei einer freien Caravan-Werkstatt prüfen lassen oder selbst messen. Ein Feuchtigkeitsmessgerät kostet laut PiNCAMP rund 60 Euro; die Messwerte richtig zu deuten, braucht aber Erfahrung.
Wie pflege ich Fenster und Dachhauben?
Sanft: Die Fenster sind meist aus Acrylglas. Nimm mildes Seifenwasser oder zugelassene Reiniger und ein Mikrofasertuch, nie Scheuermittel, Bleichmittel oder harte Gegenstände.
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- Dometic warnt, dass scharfe oder harte Gegenstände, Scheuermittel und Bleichmittel das Acrylglas beschädigen. Dometic bietet eigene Acrylglas-Reiniger an, die laut Hersteller keine Mikrorisse verursachen, sowie eine Politur.
- Gummidichtungen hin und wieder mit Talkumpulver pflegen (Dometic-Anleitung) und auf Risse prüfen.
- Scharniere und Kurbeln der Dachhauben auf Spiel prüfen.
Vor der Fahrt alle Fenster und Dachhauben schliessen, verriegeln und auf Spannungsrisse kontrollieren. Bei starkem Wind oder Regen nicht öffnen. Nach einem Hagelgewitter die Dachhauben auf Risse prüfen, bevor Wasser eindringt.
Wie pflege ich die Aufbaubatterie?
Bei Nichtgebrauch etwa alle vier Wochen rund zwölf Stunden an 230 V laden, den Hauptschalter ausschalten und Bleibatterien nicht tief entladen.
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- Laden: Die Empfehlung gilt laut PiNCAMP (ADAC) für alle Batterietypen.
- Hauptschalter aus, wenn das Fahrzeug steht, damit kleine Verbraucher die Batterie nicht leeren.
- Tiefentladung: Nassbatterien laut PiNCAMP möglichst nie unter die Hälfte entladen, auch AGM-Batterien vertragen häufige Tiefentladung schlecht. LiFePO4 ist hier robuster.
- Alter: Liefert eine geladene Batterie keine 12 V mehr und ist sie schon älter (Faustregel fünf bis sechs Jahre), ist es laut TCS Zeit für eine neue.
Günstige Batterieprüfgeräte gibt es im Fachhandel. Mehr zu AGM und Lithium im Artikel Strom und Batterie.
Was gehört auf die Checkliste vor der Saison?
Wasser, Gas, Batterie und Elektrik, Unterboden, Basisfahrzeug und Reifen – dazu Fenster, WC-Dichtungen, Heizung und Markise.
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Nach dem Winter prüfst du laut TCS:
- Wasser: Schläuche und Verbindungen auf Dichtheit prüfen, bei Fahrzeugen ab fünf Jahren die Leitungen unter Druck setzen und kontrollieren.
- Gas: Anlage unter Druck setzen, Flaschenventil schliessen, nach drei bis vier Stunden wieder öffnen. Zischt es nicht, ist das System dicht. Gültige Gasprüfung kontrollieren.
- Batterie und Elektrik: Spannung prüfen, Verteiler auf lose Kontakte.
- Unterboden: Sichtkontrolle, bei Holzböden auf Fäulnis.
- Schrauben, Scharniere, Schubladen, Schranktüren: fest?
- Basisfahrzeug: Ölstand, Kühlmittel, Bremsen und Bremsflüssigkeit, Licht, Wischer und Scheibenwaschwasser.
- Reifen: Druck, Alter, Risse (siehe Reifen).
Ausserdem:
- Fenster und Dichtungen prüfen.
- WC-Dichtungen regelmässig mit Thetford Seal Lubricant pflegen; Thetford empfiehlt, die Dichtung je nach Nutzung alle vier bis sechs Jahre zu ersetzen.
- Bei Alde-Heizungen den Glykol-Wechsel im Blick behalten: alle zwei Jahre, mit Premium-Glykol bis fünf Jahre.
- Die Markise einmal ganz ausfahren und kontrollieren.
Die Ausrüstung für die erste Fahrt stellst du mit der Packliste zusammen.