Wie entleere ich das Wasser beim Einwintern richtig?
Leere alle Tanks und den Boiler, öffne alle Wasserhähne und lass die Pumpe kurz laufen, bis nichts mehr kommt. Die Ablasshähne bleiben den ganzen Winter offen.
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Restwasser in Leitungen, Pumpe oder Boiler kann bei Frost Leitungen, Armaturen und den Boiler sprengen. Die Schritte nach TCS und ADAC:
- Frischwasser- und Abwassertank sowie die WC-Kassette leeren und reinigen.
- Boiler entleeren: Frostschutz- oder Ablassventil öffnen. Bei der Truma Combi (FrostControl) öffnet es unter 3 °C ohnehin automatisch, von Hand geöffnet bist du aber sicher.
- Alle Wasserhähne öffnen und offen lassen, damit die Leitungen austrocknen.
- Den Duschschlauch auf den Boden legen, damit er leer läuft.
- Die Pumpe kurz laufen lassen, bis kein Wasser mehr kommt, dann ausschalten.
- Beim WC die Spülung betätigen, bis der Spülwassertank leer ist.
Mehr unter Wasser und WC und Kassette.
Was mache ich mit der Batterie über den Winter?
Voll laden, abklemmen oder den Hauptschalter ausschalten und alle paar Wochen nachladen. Sonst entlädt sie sich tief und kann dauerhaft Schaden nehmen.
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Eine Batterie entlädt sich auch im Stand, durch Selbstentladung und Ruheströme von Steuergeräten, Alarmanlage oder Tracker.
- Vor dem Abstellen voll laden, Aufbau- und Starterbatterie.
- Abklemmen, den Minuspol zuerst, oder den Hauptschalter ausschalten (TCS).
- Regelmässig nachladen, alle paar Wochen, oder ein Ladeerhaltungsgerät anschliessen, wenn das Fahrzeug an Landstrom steht.
- Bei langer Standzeit die Batterie ausbauen und frostfrei lagern (ADAC).
Bei Lithiumbatterien gelten die Lagerangaben des Herstellers. Mehr unter Strom und Batterie.
Wie verhindere ich Standplatten an den Reifen?
Erhöhe den Reifendruck um 0,5 bar, entlaste die Räder durch leichtes Aufbocken und bewege das Fahrzeug alle paar Wochen ein Stück.
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Ein schweres Wohnmobil, das monatelang auf derselben Stelle steht, drückt die Reifen platt; das kann bleibende Schäden geben. TCS und ADAC empfehlen:
- Reifendruck um 0,5 bar erhöhen gegenüber dem normalen Wert.
- Entlasten: das Fahrzeug leicht aufbocken, damit weniger Gewicht auf den Rädern liegt.
- Alle paar Wochen ein Stück bewegen, damit die Reifen nicht immer an derselben Stelle belastet sind.
- Ebener, trockener Untergrund, bei Gefälle Unterlegkeile.
Im Frühling den Druck wieder auf den Sollwert stellen. Reifen altern auch ohne zu fahren, siehe Reifen.
Wie verhindere ich Feuchtigkeit und Schimmel im abgestellten Wohnmobil?
Putz gründlich, räum alle Lebensmittel aus, lass Schränke und Kühlschrank offen, stell einen Luftentfeuchter auf und lüfte bei jedem Besuch.
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- Innen gründlich putzen und alle Lebensmittel ausräumen, das hält Schimmel und Nager fern.
- Alle Schränke, Staufächer und den Kühlschrank offen lassen. Den Kühlschrank vorher abtauen und reinigen.
- Polster und Matratzen wenn möglich herausnehmen oder aufstellen.
- Luftentfeuchter aufstellen, zum Beispiel Entfeuchter-Granulat; der TCS nennt auch Schalen mit Katzenstreu.
- Regelmässig lüften, wenn du beim Fahrzeug vorbeischaust.
- Öffnungen verschliessen, durch die Mäuse eindringen können, und in Gegenden mit Mardern die Kabel schützen.
Gasflaschen abhängen, alle Gashähne schliessen und die Flaschen separat an einem trockenen, gut belüfteten Ort lagern.
Wo und wie stelle ich das Wohnmobil über den Winter ab?
Am besten in einer trockenen Halle oder Garage auf ebenem Boden. Draussen schützt eine atmungsaktive Hülle, keine dichte Plastikplane.
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Die Halle schützt vor Schnee, UV und Hagel. Für draussen gilt:
- Nur atmungsaktive Hüllen aus Textil verwenden. Unter einer dichten Plane staut sich Feuchtigkeit, das begünstigt Schimmel und Flecken (TCS, ADAC).
- Zwischen Plane und Fahrzeug Luft zirkulieren lassen.
- Eine gute Hülle kostet laut TCS ab etwa CHF 300.
- Das Fahrzeug leicht schräg abstellen, damit Wasser vom Dach abläuft.
Vor dem Abdecken das Fahrzeug aussen waschen und trocknen lassen.
Lohnt es sich, das Wohnmobil über den Winter abzumelden?
Oft ja, wenn es mehrere Monate steht: Du sparst Steuer und einen Teil der Versicherung. Abgemeldet muss es aber auf privatem Grund, in einer Halle oder auf einem Mietplatz stehen.
Je nach Land
- Schweiz: Du deponierst die Kontrollschilder beim kantonalen Strassenverkehrsamt. Im Kanton Bern werden bezahlte Verkehrssteuern ab dem Tag, an dem die Schilder eintreffen, anteilsmässig verrechnet oder zurückerstattet, und das Amt meldet der Versicherung, dass das Fahrzeug nicht mehr eingelöst ist. Die Lagerung kostet dort CHF 30 pro Jahr. Ohne Schilder darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichem Grund stehen (VRV Art. 20). Regeln und Gebühren sind je nach Kanton verschieden.
- Deutschland: Mit einem Saisonkennzeichen legst du einen Betriebszeitraum von 2 bis 11 Monaten fest; ausserhalb davon darfst du das Fahrzeug auf öffentlichen Strassen weder fahren noch abstellen (§ 10 FZV). Alternativ meldest du es bei der Zulassungsstelle ab (Ausserbetriebsetzung, § 16 FZV). Bleibt es zugelassen, müssen laut ADAC Versicherung und Hauptuntersuchung auch während der Standzeit gültig bleiben.
- Österreich: Du kannst die Kennzeichen bis zu einem Jahr kostenlos bei der Zulassungsstelle hinterlegen. Ab 45 Tagen Hinterlegung zahlst du für diese Zeit keine motorbezogene Versicherungssteuer. Ohne Kennzeichen darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen stehen (oesterreich.gv.at).
Ohne gültige Zulassung darfst du nicht fahren und das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Strassen oder Parkplätzen abstellen. Frag deine Versicherung, ob Hagel, Diebstahl und Marder am Abstellplatz weiter gedeckt sind.
Was prüfe ich im Frühling vor der ersten Fahrt?
Reifen, Batterien, Gasanlage und Prüfdatum, Wasserleitungen, Elektrik, die üblichen Fahrzeugpunkte und den Aufbau auf Feuchtigkeit. Die Checkliste stammt vom TCS.
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- Reifen: Druck auf den Sollwert, Profil und Alter prüfen (DOT-Nummer). Die TCS-Checkliste nennt höchstens 5 bis 6 Jahre, spätestens nach 6 Jahren gehören sie ersetzt (siehe Reifen).
- Batterien: Erreicht die geladene Aufbaubatterie keine 12 V mehr und ist sie schon 5 bis 6 Jahre alt, rät der TCS zum Ersatz.
- Gas: Anlage auf Dichtheit prüfen, Schlauch auf Risse kontrollieren und das Datum der letzten Gasprüfung nachsehen. Campingplätze können Gästen ohne gültige Prüfung die Zufahrt verweigern; in der Schweiz gilt eine Gaskontrolle nach dem Reglement des Arbeitskreises LPG 3 Jahre. Die Intervalle der anderen Länder stehen unter Gas.
- Wasser: Schläuche von Zu- und Ableitungen auf Schäden und Sauberkeit kontrollieren, Ablassventile schliessen. Wie du das System reinigst, steht unter Wasser.
- Elektrik: Verteiler und Stecker auf lockere Kontakte prüfen, sie sind laut TCS die häufigste Ursache für Kabelbrände.
- Fahrzeug: Unterboden, Ölstand, Keilriemen, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser, Scheibenwischer, Licht.
- Aufbau: Schrauben und Scharniere an Schränken und Schubladen nachziehen, Dichtungen und Dach auf Schäden und Feuchtigkeit prüfen (siehe Wartung und Dichtheit).
Danach Schilder abholen bzw. das Fahrzeug wieder anmelden, Vorräte packen mit der Packliste, und los.